A/V-Performance
ein Projekt von Thomas Wagensommerer & Hui Ye, 2010

Projektbeschreibung:
Die Körperoberfläche als gestaltender Parameter. Die topografische Verortung des Intimen als grundlegende Eigenschaft einer audiovisuellen Informationsschleife. Angelehnt an Beschreibungen des Gesichtes des
Protagonisten in Jean-Paul Sartres „der Ekel“ als „Reliefkarte“ wird versucht durch Nachahmung ultraselektiver Beschreibungen von Köperregionen in sich zwar abgeschlossene, aber doch in einem
Zusammenhang stehende audiovisuelle Einheiten oder „Module“ zu fertigen, welche die Möglichkeit einer Überführung von organischem zu virtualisiertem Material erlauben.

Thomas Wagensommerer
Geboren 1987. Lebt und arbeitet in Wien. Studium der digitalen Medientechnologie am Institut für Medienproduktion, sowie der Philosophie an der Universität Wien. Arbeit als Medienkünstler zu Positionen der auditiven und visuellen, computergestützten (codebasierten) Avantgarde, sowie künstlerische und philosophische Auseinandersetzung mit Themen der Mensch-Maschinen-Beziehung im performativen als auch installativen Raum.

Thomas Wagensommerer versteht sich als kybernetisch Verarbeitender und interdisziplinäres Produktionsmittel in Bereichen wie Musik, Klangkunst, Video, bildender Kunst, (interaktiver) Installation, Performance, Netz- und Softwarekunst, Körperlichkeit, etc. in Verschränkung mit Inhalten wie Räumlichkeit / Körperlichkeit / Zeitlichkeit, Logik (Philosophie / Mathematik), Virtualität, Vernetzung, (fehlerhaften) Systemen, Bricolage, Existenzialismus, An-/Abwesenheit, etc.

Seit 2006 ebenfalls Anstellung als Multimedia Designer in der Kreativwirtschaft. Mehr unter: Thomas Wagensommerer

Yui Ye
1981 in Canton, China geboren. 1997 begann sie dort ein Kompositionsstudium am Xinghai Musikgymnasium. Im Jahre 2000 wechselte sie im Alter von 19 Jahren ins Xinghai Konservatorium, um dort elektronische Musik und Komposition als Schwerpunkt zu studieren. Seit 2003 lebt sie in Wien. Zuerst hat sie ein Kompositionsstudium am Konservatorium Wien – Privatuniversität bei Prof. Wolfgang Liebhart angefangen.

Im Herbst 2004 begann sie schließlich ein Kompositionsstudium an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien. Im Jahr 2006 schloss sie den ersten Studienabschnitt mit Auszeichnung ab und begann ihren zweiten Studienabschnitt auf Richtung Komposition und elektroakustische Komposition in der Klasse Müller-Siemens, Dieter Kaufmann, Toro-Perez und Karlheinz Essl.

2007 wurde sie mit dem Preis der Theodor Körner Stiftung ausgezeichnet. Zurzeit ist sie als Komponistin und elektroakustische Musikerin tätig und setzt ihren Lebensschwerpunkt in Wien.