ein Projekt von Wen Liu & Thomas Wagensommerer, 2010

Wen Liu (Konzept und Komposition)
Suetkin Elkers (Schauspiel)
Thomas Wagensommerer (Video + Programmierung)

Besetzung: Schauspielerin, (Sängerin), Viola, Video und Turntables

Projektbeschreibung
Dieses Stück ist eine Beschäftigung mit den Möglichkeiten zur subjektiven Realitätsbildung bzw. zur Realitätsgestaltung. Es wird ein dramaturgisches Bild eines abgeschlossen Systems (hier der Protagonistin) gezeichnet, welches vergleichbar bzw. in Anlehnung an die Theorien des Konstruktivismus durch Interaktion mit ihrem nicht-Ich die Wirklichkeit ihr selbst kreiert.

Ablauf
Die Protagonistin bewegt sich langsamen Schrittes auf Bühne. Ihre Bewegungen entsprechen keinem bestimmten Muster. Man erahnt das „sich-fremd-Sein“. Gesprochene und gesungene, verständliche, aber
meist unverständliche Wortfetzen sind von der Protagonistin zu hören. Die Projektion zeigt Szenen der Protagonistin im abgeschlossenen, im halböffentlichen und im öffentlichen Raum. Jedoch stets mit ihrer
Selbstwahrnehmung, also auch ihrer Wirklichkeitswahrnehmung beschäftigt.
Die Protagonistin beginnt auf der Bühne die Szenen der Projektion nachzubilden. Weiters verändert sie diese, was wiederum im Video eine Nachahmung findet.

Thomas Wagensommerer
Geboren 1987. Lebt und arbeitet in Wien. Studium der digitalen Medientechnologie am Institut für Medienproduktion, sowie der Philosophie an der Universität Wien. Arbeit als Medienkünstler zu Positionen der auditiven und visuellen, computergestützten (codebasierten) Avantgarde, sowie künstlerische und philosophische Auseinandersetzung mit Themen der Mensch-Maschinen-Beziehung im performativen als auch installativen Raum.

Thomas Wagensommerer versteht sich als kybernetisch Verarbeitender und interdisziplinäres Produktionsmittel in Bereichen wie Musik, Klangkunst, Video, bildender Kunst, (interaktiver) Installation, Performance, Netz- und Softwarekunst, Körperlichkeit, etc. in Verschränkung mit Inhalten wie Räumlichkeit / Körperlichkeit / Zeitlichkeit, Logik (Philosophie / Mathematik), Virtualität, Vernetzung, (fehlerhaften) Systemen, Bricolage, Existenzialismus, An-/Abwesenheit, etc.

Seit 2006 ebenfalls Anstellung als Multimedia Designer in der Kreativwirtschaft. Mehr unter: Thomas Wagensommerer

Wen Liu
wurde 1988 in China geboren. Seit 2007 studiert sie im Fach Komposition bei Christian Minkowitsch am Konservatorium Wien Privatuniversität, wie auch seit 2009 an der Grazer Universität für Musik und darstellende Kunst bei Clemens Gadenstätter.
Sie ist Preisträgerin des Theodor Körner Fonds 2010, gewann den Josef Trattner Kompositionswettbewerb im Jahr 2009. Ihre Werke wurden beim Festival Wien Modern 2008, Jeunesse Veranstaltung ’‘Podium junge Künstlerinnen’’ 2009, Hörfest 2010 Graz, Festival Komponisten Marathon in den Jahren 2008 und 2010, Tage der Kammermusik 2010 an der Robert Schumann Hochschule Düsseldorf, im Wiener Konzerthaus, Künstlerhaus Wien, WUK, Theater des Augenblicks Wien, OFF-Theater Wien, Forum Stadtpark Graz, Minoritensaal in Tulln, sowie beim Musik-Festival Grafenegg 2009 mit dem Percussionsolist David Cossion, unten der Leitung von Tan Dun aufgeführt und live übergragen auf Radio Ö1(ZeitTon), Radio Orange Wien 94.0, Sowie Sendung auf Radio Helsinky. Zusätzliche Kompositionsaufträge u.a. vom CUBE Ensemble (Chicago. USA), vom Signum Saxophon Quartett (Köln, Deutschland), vom Duo Djoric-Luzar, sowie vom Ensemble Platypus zeichnen sie aus.

Sie erhielt eine Einladung zu ‚Crossings‘ in Johannesburg (Südafrika) im Sommer 2010, um an einer Zusammenarbeit mit jungen Künstlern, sowie Choreographen, Tänzern, Lichtdesignern und Komponisten aus verschiedenen Ländern teilzunehmen. Sowie als Komposition Dozentin an die Universitas Pelita Harapan in Indonesien 2010.

Seit 2009 Zusammenarbeit mit Adrian Artacho und Antje Meier für den Verein ‘Neues Atelier’ (Verein für Zeitgenössische Musik und Moderne Kunst), sowie Managerin des Ensemble Neues Atelier- ein Solistenensemble mit Präferenzen in der zeitgenössischen Musik.