Season 2 : behandelt unterschiedlichste Zugänge zum Thema Remix im Bereich Audio & Video. Als materielle Ausgangsbasis für Studierende dient vorhandenes Filmmaterial um eigene audiovisuelle Remixes zu produzieren.

Wir freuen uns auf die geplante Kooperation mit der Akademie der bildenden Künste und Ihren Studierenden.

Aktuelle Termine unter TERMINE!!!

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Neben Studierenden der Universität für Musik & darstellenden Kunst wendet sich NeW_AiR auch an Studierende anderer Universitäten (begrenzte Kapazität für aktive Gäste) und lädt zur Vernetzung des kreativen Potentials unterschiedlichster Kunstrichtungen.

Von 19.-22.01.2012 werden die entstandenen Arbeiten gemeinsam mit dem Ensemble in Residence PHACE und in Kooperation mit der Akademie der bildenden Künste im Semperdepot präsentiert.

Ensemble in Residence: PHACE
Projektteam: Jorge Sanchez-Chiong, Reinhard Fuchs, Doris Krüger und Maren Grimm
Artist in Residence: Michaela Grill
Kooperationspartner: Akademie der bildenden Künste

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Mo. 15.11.2010 | 10 Uhr – 13 Uhr, Vortrag & Workshop
Electric Indigo (a.k.a. Susanne Kirchmayr): Read and Write – Remix als Praxis von Prosument_innen

Erster Teil der Veranstaltung wird ein von Hörbeispielen durchsetzter Abriss über die Geschichte des Remixes im Musikbereich sein, gefolgt von der theoretischen Abhandlung verschiedener Remix-Techniken mit einem Schwerpunkt auf Verfahren im Dub-Bereich – Letzteres aufgrund persönlicher Vorlieben Electric Indigos. Abschluss des Votragsteiles wird die Veranschaulichung ihrer eigenen Remix-Arbeitsweise anhand konkreter Beispiele sein – nicht nur hörbar sondern auch als Ableton Projekt sichtbar. Teil 2 wird hands-on sein! Die Teilnehmer_innen sind aufgerufen, anhand eines gemeinsamen Projektes mit der Musikproduktions-Software Ableton (im Bedarfsfall von Electric Indigo bedient) einen neuen Remix zu erstellen, dabei verschiedene Techniken zu erproben und ästhetische / stilistische Aspekte zu diskutieren.

Ort: Universität für Musik und darstellende Kunst Wien, Anton-von-Webern-Platz 1, 1030 Wien – Raum D0263

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Mo. 29.11.2010 | 10 Uhr – 11.30 Uhr, Vortrag & Gesprächsrunde

Michaela Schwentner | Das Bild im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit (frei nach Walter Benjamin)

Michaela Schwentner spricht über ihre Arbeit, Arbeitsweise & Stil im Kontext des Remixes u.a. anhand von “La Petite Illusion”.
Im Anschluss Diskussionsrunde mit den Studierenden.

Ort: Universität für Musik und darstellende Kunst Wien, Anton-von-Webern-Platz 1, 1030 Wien – Raum D0263

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Mo. 06.12.2010 | 9.30 Uhr – 12.30 Uhr, Vorträge & Diskussionen mit Gustav Deutsch & Martin Siewert

Gustav Deutsch | FILM IST.MUSIK

Seit 10 Jahren arbeitet Gustav Deutsch für seine Found-Footage Filme mit zeitgenössischen Musikern zusammen. Es sind dies in wechselnden Formationen: Werner Dafeldecker, Christian Fennesz, Martin Siewert, Burkhard Stangl. Die Musik bildet dabei die Brücke von den Bildern aus der Frühzeit der Kinematographie zum Heute. Die Tonebene ist autonom, nicht illustrativ, manchmal sogar widersprüchlich. Sie entsteht parallel zur Bildebene, und nicht im Nachhinein. Die Zusammenarbeit beginnt sogar bevor die ersten Bilder existieren. FILM IST. Musik ist nicht metaphorisch sondern buchstäblich gemeint.

Ort: Universität für Musik und darstellende Kunst Wien, Anton-von-Webern-Platz 1, 1030 Wien – Raum D0263

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Fr. 10.12.2010 | 10 Uhr – 13 Uhr, Vorträge & Diskussionen mit Bernhard Lang und Martin Arnold

Bernhard Lang | “The Anatomy of Disaster”: über Granulare Analyse und Zelluläre Automaten in der Monadologie – Serie.

Anhand des Streichquartettes Monadology IX soll der Begriff des virtuellen Remixens historischer Parituren im kontext experimenteller kinematogafischer Kontexte erläutert werden. Dabei wird der Begriff der Granularen Analyse auf das Werk von Ortiz und Arnold zurückgeführt werden, die zellulären Automaten auf die Arbeiten von Stephen Wolfram (“A New Kind of Science”).

Martin Arnold: “SOFT PALATE und Andere”
Dies ist, kurz und vielleicht etwas heftig gesagt, der ultimative Film für all jene, die unbeholfenen Enten gegenüber besserwisserischen Mäusen den Vorzug geben. Im Fehlleistungs- und Dauerdefekt-Kino des Martin Arnold hat es seit jeher besonders viel Spaß (und Schrecken) erzeugt, wenn scheinbar kompakte Rechtschaffenheit in Found Footage Loops und Rhythmusstörungen plötzlich dem hinter ihr lauernden Triebstau freie Bahn ließ: Man denke nur an das Frühstück mit Gregory Peck in PASSAGE A L’ACTE (1993). In SOFT PALATE macht nun die Verwandlung einer berühmten Zeichentrick-Maus, die im Original noch sehr niedlich und erschöpft vor sich hingeschnarcht haben mag, ähnlichen Effekt. Hier eine suchende, tastende, reibende Hand; dort ein Gaumensegel als flatternder roter Wurmfortsatz – man könnte das als böse Zote lesen, aber wie immer in Martin Arnolds grandios komponierten Laufbildtänzen geht der „Witz“ über eine bloße simple „Pointe“ weit hinaus. In der Arbeit mit diesen animierten Sequenzen erreicht der Filmemacher eine elegante Schlichtheit, eine schnörkellose Klarheit reiner Bewegung und, wenn man SOFT PALATE als Loop wünschenswerterweise wieder und wieder sieht: Eine Trauer, die davon erzählt, dass vielen unserer Kindheitshelden eine große Einsamkeit und Melancholie innewohnt. In diesem Sinne, kurz und schon etwas weniger heftig gesagt: SOFT PALATE ist die Ehrenrettung einer Maus, die wir immer unterschätzt haben. Claus Philipp

Ort: Fanny-Hensel-Mendelssohn-Saal
Universität für Musik und darstellende Kunst Wien, Anton-von-Webern-Platz 1, 1030 Wien

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